Kein Vorwissen. Du solltest zwischen einer Statistik und einer einzelnen Stellenanzeige unterscheiden können.
Du kannst die aktuelle veröffentlichte Datenlage einordnen, ohne daraus eine Jobgarantie abzuleiten.
Was eine Arbeitsmarktzahl dir sagen kann
Der Arbeitsmarkt beschreibt hier, welche Arbeit Unternehmen anbieten und welche Menschen Arbeit suchen. Eine Statistik fasst viele Beobachtungen zu Zahlen zusammen. Sie kann dir eine Richtung zeigen. Sie sagt nicht, ob ein bestimmter Betrieb gerade dich einstellen wird.
BA bedeutet Bundesagentur für Arbeit. Ihre Zahlen haben einen Zeitraum: Jahresdaten 2025 beschreiben das Jahr 2025, auch wenn sie erst 2026 veröffentlicht wurden. Weiter unten nennen wir beides getrennt.
Eine Stellenanzeige ist dagegen ein konkretes Gesuch eines Arbeitgebers. Eine Statistik ersetzt deshalb nicht die Suche nach einzelnen passenden Anzeigen.
Welche Daten hier gemeint sind
Redaktionsstand: 30. Oktober 2026. Die folgenden Jahreszahlen beziehen sich auf 2025. Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlichte ihre Einordnung am 3. Juli 2026. Das ist keine Live-Messung aller offenen IT-Stellen im Oktober 2026.
Drei Werte, drei unterschiedliche Fragen
Die sozialversicherungspflichtige IKT-Beschäftigung stieg 2025 laut Bundesagentur auf rund 1,15 Millionen Personen, ein Plus von zwei Prozent. Zugleich sank der Bestand gemeldeter offener Stellen gegenüber 2024 um 22 Prozent auf rund 13.000. Die Arbeitslosenquote in den IKT-Berufen erhöhte sich von 3,7 auf 4,5 Prozent.
Diese Werte widersprechen sich nicht: Beschäftigung zählt bestehende Arbeitsverhältnisse, offene Stellen betreffen die aktuelle Suche nach Personal. Gemeldete Stellen sind außerdem nicht mit sämtlichen Stellen am Markt gleichzusetzen.
Was das für einen Einstieg bedeutet
Unsere Einordnung: Eine wachsende Zahl Beschäftigter kann gleichzeitig mit einer schwierigeren Bewerbungssuche auftreten. Eine allgemeine Aussage über Fachkräftemangel ersetzt deshalb keinen Blick auf passende Einstiegsstellen.
Die Jahreszahlen unterscheiden hier nicht sauber zwischen deinem Ort, deiner Zielrolle und deinem Erfahrungsniveau. Ob du gute Chancen hast, musst du anhand konkreter Anforderungen und Arbeitgeber beurteilen. Aus diesen Zahlen lässt sich weder eine persönliche Erfolgsquote noch ein bestimmtes Einstiegsgehalt berechnen.
Trends nach Tätigkeiten beobachten
- Support und Betrieb: Prüfe Vor-Ort-Anteil, Schichtzeiten, Kundenkontakt und geforderte Praxis.
- Entwicklung: Unterscheide Einstiegsstellen von Rollen, die bereits eigenständige Projektverantwortung verlangen.
- Daten und Automatisierung: Achte darauf, ob nur ein Werkzeug oder auch Fach- und Datenverständnis verlangt wird.
- Sicherheit: Lies, ob der Arbeitgeber Grundlagen vermittelt oder bereits Erfahrung im Betrieb erwartet.
Das sind Beobachtungskriterien, keine gemessene Rangliste wachsender Berufe. Für eine belastbare Trendserie müssten über längere Zeit vergleichbare, bereinigte Stellenangebote ausgewertet werden.
Veröffentlichungsdatum und Bezugszeitraum nennen, Stellenanzeigen auf Aktualität prüfen und Schätzungen als solche kennzeichnen. Abgelaufene Suchtreffer zählen nicht als aktuelle Jobs.
Ein Schritt weiter. Die passenden nächsten Anleitungen findest du unten.
Quellen & Stand
- Bundesagentur, 3. Juli 2026: IKT-Arbeitsmarkt im Spannungsfeld ↗
- Bundesagentur: Berufsgruppenbericht Informatik ↗
Quellenrecherche und Bearbeitungsstand: 30.10.2026. Eigene Beispiele dienen dem Lernen. Menüs können sich je nach Softwareversion unterscheiden. Diese Anleitungen wurden anhand der genannten Dokumentation erstellt; ein Praxistest aller Programme auf deinem Gerät ist damit nicht verbunden.