Das brauchst du

Ein Stellenangebot oder eine Gehaltsangabe, die du einordnen möchtest.

Das nimmst du mit

Du kannst ein Angebot vergleichen, ohne Spitzengehälter mit Einstiegsgehältern zu verwechseln.

Abschnitt 01

Drei Wörter, bevor wir Geldbeträge vergleichen

Brutto
Das vereinbarte Gehalt vor Abzügen. Davon gehen zum Beispiel Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ab.
Netto
Der Betrag nach den Abzügen. Er hängt von deiner persönlichen Situation ab. Unser Rechner ermittelt kein Netto.
Jahresgehalt
Das Geld für ein ganzes Jahr. Prüfe, ob feste Sonderzahlungen schon enthalten sind, damit du sie nicht doppelt zählst.

Ein Angebot, eine Statistik und ein Werbeversprechen sind unterschiedliche Dinge. Ein hoher Betrag in einer Überschrift ist noch kein Gehalt, das du selbst bekommen wirst.

Abschnitt 02

Eine hohe Zahl ist noch kein Vergleich

„In der IT verdient man 130.000 Euro“ sagt ohne Tätigkeit, Erfahrung, Arbeitszeit und Standort wenig aus. Ein mögliches Spitzengehalt beschreibt nicht automatisch den Einstieg in einem lokalen Systemhaus.

Auch eine pauschale Behauptung über ein niedriges IT-Einstiegsgehalt wäre ungenau. Support, Administration, Entwicklung und IT-Leitung haben unterschiedliche Aufgaben. Innerhalb einer Berufsgruppe machen Region, Betrieb und Erfahrung einen Unterschied.

Abschnitt 03

Monats- und Jahresgehalt sauber trennen

Rechenbeispiel, ausdrücklich keine Marktstatistik: 3.300 Euro brutto im Monat ergeben bei zwölf gleichen Zahlungen 39.600 Euro brutto im Jahr. Bei 3.500 Euro wären es 42.000 Euro.

Prüfe, ob ein genanntes Jahresgehalt garantierte Sonderzahlungen enthält. Ein variabler Bonus ist nicht dasselbe wie ein garantiertes Festgehalt. Netto lässt sich daraus ohne persönliche Angaben nicht seriös ableiten.

Dein Jahresbrutto ausrechnen

39.600,00 € brutto / Jahr

Reine Multiplikation. Keine Gehaltsprognose und keine Netto-Berechnung. Variable Boni sind nicht enthalten.

Abschnitt 04

Median ist nicht Einstiegsgehalt

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit ist eine nützliche Vergleichsquelle. Seine Medianwerte sind keine pauschalen Einstiegsangebote.

Der Median teilt eine betrachtete Gruppe in zwei Hälften: Eine Hälfte liegt darunter, die andere darüber. Prüfe Beruf, Region, Altersgruppe, Bezugsjahr und die berücksichtigte Beschäftigtengruppe. Die zugrunde liegenden Entgeltstatistiken betreffen sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte; andere Erwerbsformen sind damit nicht automatisch abgebildet.

Altersgruppen sind ebenfalls keine exakte Berufserfahrungs-Messung. „Unter 25“ bedeutet nicht in jedem Fall „erster Job“.

Abschnitt 05

Das Gesamtangebot prüfen

  • Welche Aufgaben übernimmst du tatsächlich?
  • Wie viele Wochenstunden, wie viel Reisezeit und welche Rufbereitschaft sind vorgesehen?
  • Wie werden Überstunden und Bereitschaft vergütet oder ausgeglichen?
  • Gibt es Einarbeitung, Weiterbildung und feste Entwicklungsgespräche?
  • Was ist garantiert und was lediglich als Bonus möglich?

Für einen Vergleich lege mehrere möglichst ähnliche Angebote nebeneinander. Wo in einer Anzeige kein Gehalt steht, bleibt es zunächst nicht angegeben. Eine erfundene Schätzung gehört nicht als angebliches Arbeitgeberangebot daneben.

Ein Schritt weiter. Die passenden nächsten Anleitungen findest du unten.

Quellen & Stand

Quellenrecherche und Bearbeitungsstand: 30.10.2026. Eigene Beispiele dienen dem Lernen. Menüs können sich je nach Softwareversion unterscheiden. Diese Anleitungen wurden anhand der genannten Dokumentation erstellt; ein Praxistest aller Programme auf deinem Gerät ist damit nicht verbunden.